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Wer entscheidet: Deutsche Rechte für nicht-deutsche Körper?

Film & Diskussion

Donnerstag 22. März 2018 | 19.00 bis 21.30 Uhr

Theater X | JugendtheaterBüro Berlin | Wiclefstraße 32, 10551 Berlin

Während Deutschland mit unzeitgemäßen Abtreibungsgesetzen aus der NS-Zeit ringt, kämpfen Migrantinnen und andere „Fremde“ hierzulande oft mit dem Recht und dem Gesundheitswesen um ihre eigene sexuelle Selbstbestimmung.

Der Film Nichts ist Erledigt (Trailer bei Vimeo) folgt verschiedenen Frauen, die medizinische und soziale reproduktive Freiheiten in einer Gesellschaft anstreben, in der eine echte Wahl nicht immer wirklich allgemeingültig ist.

Podiumsdiskussion im Anschluss an die Filmvorführung mit

  • Hanna Bergfors und Kornelia Kugler – zwei Regisseurinnen des Films
  • zusammen mit anderen Verteidigerinnen der sexuellen und reproduktiven Rechte, u.a. zwei Vertreter_innen vom Medibüro

Die Diskussion reflektiert kritisch über aktuelle politische und gesellschaftliche Anstrengungen, die das Ziel haben, reproduktive Rechte in Deutschland zu erweitern. Insbesondere wird die aktuelle Kampagne für die Abschaffung von Paragraf §218 und §219a diskutiert, die Abtreibungsrechte in Deutschland begrenzen.

Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an Ciocia Basia, eine aktivistische Gruppe, die polnische Frauen bei der Abtreibung in Deutschland unterstützt.

Weitere Informationen unter The Coalition.Berlin und bei facebook

Über den Film

„Nichts ist erledigt“ ist eine Standortbestimmung: Wo steht der Feminismus heute in Bezug auf Reproduktion?

Dazu entwerfen die Filmemacher_innen ein verdichtetes Setting mit vier Frauen. Die eine will ein Kind durch künstliche Befruchtung, die andere will eine Abtreibung, die dritte will Leihmutter werden. Der Film untersucht die Situation, in der Frauen* sich heute wiederfinden, zwischen neoliberalen Anforderungen, der medizinischen und juristischen Begrenzung und Bevormundung und den ambivalenten Gefühlen darin. Auf der anderen Seite steht eine selbstbezeichnete Technofeministin, die unternehmerisch Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Reproduktionsmedizin propagiert. Während sie mit rhetorischer Spitzfindigkeit versucht, das Publikum auf einem Kongress zu überzeugen, finden die drei modernen Furien hinter den Kulissen des Kongresses solidarisch zueinander.

ENGLISH

Whose choice: German rights for non-German bodies?
Film & Discussion

PLEASE NOTE: While the evening’s primary language will be German, the film will be subtitled in English

As Germany grapples with outmoded Nazi-era abortion laws, migrants and non-German citizens often find themselves battling with the country’s legal and healthcare systems in pursuit of their own sexual self-determination.

The film Nichts ist Erledigt (Trailer bei Vimeo) follows diverse women seeking medical and social reproductive freedoms in a society where genuine choice often fails to be truly universal.

A panel discussion will follow the film screening, featuring Hanna Bergfors and Kornelia Kugler (two of the film’s directors) along with other feminist and reproductive-rights activists. Topics will include a look at current political and social efforts to expand reproductive rights in Germany, and especially the current campaign for the abolition of paragraphs 218 and 219 of the German Criminal Code, which sharply limit abortion rights.

Entry is free, but donations will go to Ciocia Basia, a Berlin-based group providing assistance to Polish women seeking abortions in Germany. For more information, please visit The Coalition.Berlin or facebook

ABOUT THE FILM:

Nichts ist Erledigt (Not Yet Over) positions current feminism in its relation to medical and social reproduction.

Four women are set on stage: one wants an abortion, another artificial insemination, and a third wants to earn money as a surrogate mother. The fourth woman, a self-described “techno feminist,” propounds the benefits of medical reproduction. Which side are we on? The case is clear: the economic question has to be addressed from a feminist point of view.